Die Kunstinstallation StEinKlang 

Musik, Stein, Berührung, Text, Sprache, Bewegung und Licht sind die Komponenten, die die Kunstinstallationen von StEinKlang miteinander verschmelzen.

Das interdisziplinäre Kunstprojekt „StEinKlang“ vereint auf eindrucksvolle Weise die Opernsängerin Yvonne Fontane und den Steinbildhauer Manfred Dangl. Es ist der Versuch – und zugleich die gelungene Umsetzung – zweier Künstler, ihre vollkommen entwickelten Ausdrucksformen miteinander zu verschmelzen: Klang und Stein, Stimme und Materie, Emotion und Form. Dabei entsteht ein Gesamterlebnis, das über das rein Visuelle oder Akustische hinausgeht – eine künstlerische Symbiose, bei der das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. 

 

In einer begehbaren, abgedunkelten Box aus Trussing und Molton werden zwei Steinskulpturen – aus Gneis mit Quarzeinschluss und 150 Millionen Jahre altem Jura-Marmor – mit Fontanes Gesang beschallt und durch das fein abgestimmte Lichtdesign des Amerikaners Phil Kong in Szene gesetzt. Besucher betreten den 24 Quadratmeter großen und 3,5 Meter hohen Raum mit Neugier und Vertrauen – und tauchen in ein multisensorisches Erlebnis ein. Dabei steht nicht die rationale Analyse im Vordergrund, sondern das vollständige Einlassen mit allen Sinnen. 

Steinklang Manfred Dangl Steinbildhauer Kunst
Steinklang Manfred Dangl Steinbildhauer Kunst

Die Installationen tragen die Titel „What Do You See?“ und „Stabat Mater“. Sie öffnen innere Räume, die Erinnerung, Emotion und spirituelle Tiefe freilegen. In „What Do You See?“ scheint die Skulptur durch Klang und Licht regelrecht lebendig zu werden. Sie evoziert Bilder der gesamten Menschheitsgeschichte, durchwandert Themen wie Geburt, Tod, Religion, Männliches und Weibliches – immer begleitet von der zentralen Frage: „Wer bin ich?“. Die Skulptur wird zum Spiegel des Inneren.
„Stabat Mater“ hingegen verkörpert Trauer, Schmerz, aber auch Dankbarkeit und Hoffnung – in der Form einer zerfurchten, fast zart wirkenden Figur einer Mutter, die um ihr Kind trauert. Die musikalische Untermalung mit sanften Klängen und Wiegenliedern wirkt tröstend und heilend. Die Herztöne und Glocken verbinden beide Installationen zu einem geschlossenen akustischen und emotionalen Kreis.
„StEinKlang“ schafft somit einen Raum der Besinnung in einer lauten, schnellen Welt. Die Begegnung von schwerer Materie und schwingendem Klang wird zur Einladung, sich selbst zu begegnen – in der Stille zwischen Ton und Stein.